Ein mehrsprachiger Geschäftsbericht, eine Employer-Kampagne oder ein Website-Relaunch fällt in Spitzen an, nicht kontinuierlich. Dafür intern Kapazität vorzuhalten rechnet sich weder im Konzern noch im Mittelstand. Wir übernehmen die Verantwortung für den Ablauf, sprechen mit allen Beteiligten und sorgen dafür, dass der Termin steht.
Die Rechnung geht auf Konzernebene ebenso wenig auf wie im Mittelstand.
Ein Geschäftsbericht bindet von Januar bis März erhebliche Kapazität und danach für neun Monate keine. Eine Employer-Kampagne läuft acht Wochen. Ein Website-Relaunch ist einmal in fünf Jahren fällig. Wer dafür intern Stellen schafft, bezahlt Leerlauf; wer es nebenbei erledigen lässt, bezahlt es mit dem Termin.
In der Praxis landet die Koordination deshalb bei jemandem, der eigentlich etwas anderes tut: bei der Kollegin aus der Unternehmenskommunikation, beim Referenten des Vorstands, bei der Projektleitung im Marketing. Sie machen das nicht schlecht, aber sie machen es zusätzlich, ohne Erfahrung mit mehrsprachigen Abläufen und ohne die Zeit, hinter Zulieferungen herzutelefonieren.
Die Schwierigkeit beginnt zwischen den Sprachen.
Eine Ausgangsdatei wird noch während der Übersetzung geändert. In drei Sprachen ist die neue Produktbezeichnung bereits angekommen, in sieben noch nicht. Eine Tabelle wurde im Layout aktualisiert, aber nicht im Übersetzungspaket. Zwei Fassungen desselben Firmennamens laufen nebeneinander her. Eine Rückfrage wird nur für eine Sprache beantwortet, obwohl sie alle betrifft.
Bei einem kleinen Auftrag lässt sich das manuell auffangen. Bei vielen Dateien, Sprachversionen und parallelen Lieferterminen wird daraus ein Steuerungsproblem. Deshalb behandeln wir das Vorhaben nicht als Sammlung einzelner Übersetzungen, sondern als ein Projekt mit einer freigegebenen Quelle, einem Änderungsweg und einer zentralen Qualitätskontrolle.
| Projektbestandteil | Unsere Steuerung |
|---|---|
| Ausgangstext | Eine freigegebene Master-Version und ein nachvollziehbarer Änderungsstand |
| Terminologie | Projektbezogene Termbank mit freigegebenen Benennungen, Produktnamen und Firmierungen |
| Wiederkehrende Inhalte | Translation Memories, aufgeteilt in eine schreibgeschützte Referenz und eine laufende Produktionsfassung |
| Zahlen und Einheiten | Automatisierte Prüfung von Beträgen, Datumsangaben, Einheiten und Zahlenformaten |
| Rückfragen | Zentral gesammelt, abgestimmt und für alle betroffenen Sprachen beantwortet |
| Lieferungen | Definierte Pakete, Dateinamen, Sprachcodes und verbindliche Liefertermine |
| Freigaben | Revision jeder Sprachfassung und dokumentierter Abschluss des Lieferpakets |
Das ist der wichtigste Unterschied zu adaptiven Übersetzungssystemen, und für regulierte Berichterstattung der entscheidende.
Adaptive Verfahren behandeln Ihre bisherigen Übersetzungen als Anregung. Sie formulieren geprüfte Passagen neu, auch wenn der Ausgangstext unverändert ist. Bei CSRD-Textbausteinen, Bestätigungsvermerken oder Bilanzierungsgrundsätzen ist das kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt: Der Wortlaut des Vorjahres war abgestimmt und geprüft, und Ihre Leserschaft erkennt Abweichungen.
Wir arbeiten deshalb mit einer zweigeteilten Speicherstruktur: einer schreibgeschützten Referenz mit freigegebenen Fassungen und einer laufenden Produktionsfassung. Vollständige Übereinstimmungen werden verbindlich übernommen. Ähnliche frühere Segmente gehen als belegte Vorverwendung in den Übersetzungsprozess ein, gemeinsam mit den einschlägigen Termbank-Einträgen.
Anschließend prüft eine automatisierte Kontrolle deterministisch nach: Sind die vorgeschriebenen Benennungen tatsächlich verwendet? Weicht eine Formulierung ohne Grund von der verbindlichen Fassung ab? Stimmen Zahlen, Eigennamen und Einheiten mit dem Ausgangstext überein? In die Referenz zurückgeschrieben wird nur, was ein Mensch freigegeben hat.
Die Verarbeitung findet ausschließlich in der EU statt. Dieselben Verfahren setzen wir auch bei der Datenaufbereitung für KI-Systeme ein.
Technologie erzeugt Arbeitsstände. Die fachliche Bewertung, die Revision und die Freigabe bleiben bei den verantwortlichen Sprachfachleuten.
Finanz- und Nachhaltigkeitskommunikation. Der Text kommt in Tranchen: Teile des Lageberichts früh, das Zahlenwerk mit Bilanz, GuV und Anhang kurz vor Veröffentlichung. Seit die Nachhaltigkeitsberichterstattung Teil des Lageberichts ist, wächst das Volumen im selben Zeitfenster, mit einer regulatorisch vorgegebenen Terminologie, die nicht frei formuliert werden darf.
Unternehmens- und Mitarbeiterkommunikation. Mitarbeitermagazine, CEO-Kommunikation, internationale Kampagnen, Richtlinien. Employer-Branding-Übersetzung ist dabei ein eigenes Handwerk: Eine Formulierung, die in Deutschland seriös klingt, wirkt im englischsprachigen Markt steif, und umgekehrt. Positionsbezeichnungen und Rechtliches müssen trotzdem exakt bleiben.
Technische und produktbezogene Dokumentation. Oberflächentexte, Handbücher, Hilfeseiten und Marketingseiten hängen zusammen, liegen aber in verschiedenen Systemen und werden von verschiedenen Teams verantwortet. Ohne gemeinsame Terminologie heißt dieselbe Funktion in der Oberfläche anders als im Handbuch.
Großprojekte beginnen fast immer, bevor alles freigegeben ist. Das ist beherrschbar, wenn Lieferstände und Änderungen sauber getrennt werden.
Wir legen gemeinsam fest, welche Dateien übersetzungsreif sind und welche Inhalte sich noch ändern dürfen, wann ein verbindlicher Redaktionsschluss gilt, wie spätere Änderungen gekennzeichnet werden, welche Sprachpakete wann geliefert werden und welche Fassung die verbindliche Referenz bildet.
So kann die Übersetzung gestaffelt beginnen, ohne dass unterschiedliche Quellen unkontrolliert in den Sprachversionen weiterlaufen.
Sie koordinieren keine Übersetzer, verteilen keine Rückfragen an verschiedene Zulieferer und suchen keine Lieferstände aus einzelnen E-Mails zusammen.
Ihr Projektlead bei LENNON verantwortet Projektplan und Terminsteuerung, die Zusammenstellung und das Briefing der Sprachteams, Translation Memories, Termbanken und Referenzmaterial, zentrale Rückfragen und Änderungslisten, Revision und projektübergreifende Qualitätskontrolle sowie Lieferpakete, Statusberichte und Abschluss.
Deutsch und Englisch in der regulierten Berichterstattung ist unser eigenes Fachgebiet. Für weitere Sprachen setzen wir Fachübersetzerinnen und Fachübersetzer ein, mit denen wir seit Jahren arbeiten und deren Arbeit wir prüfen, bevor sie zu Ihnen geht. Der Vorteil für Sie: Die Besetzung richtet sich nach Ihrem Projekt, nicht nach einem Dienstplan. Wer Ihr Projekt annimmt, führt es auch.
Vierzig Sprachen gleichzeitig, rund um die Uhr besetzte Servicedesks, Dolmetschen vor Ort. Wir sagen das lieber vorher als hinterher und empfehlen bei Bedarf gern weiter.
Nicht wenn der Ausgangstext fertig ist, sondern wenn der Termin feststeht. Für einen Geschäftsbericht mit Veröffentlichung im März heißt das: im Spätsommer oder Frühherbst des Vorjahres. Dann lässt sich noch entscheiden, welche Teile vorgezogen werden, statt am Ende Zeit aus der Qualitätssicherung zu nehmen.
Was Auftraggeber vor der Zusammenarbeit wissen wollen.
Nicht allein die Wortzahl entscheidet. Ein Projekt wird komplex, wenn viele Sprachen, Dateien, Beteiligte, Versionen oder Liefertermine gleichzeitig gesteuert werden müssen. Auch ein vergleichsweise kurzer Inhalt kann zum Großprojekt werden, wenn er in zahlreichen Sprachfassungen zeitgleich veröffentlicht wird.
Sobald der Veröffentlichungstermin steht, nicht erst wenn der Ausgangstext fertig ist. Bei einem Geschäftsbericht, der im März erscheint, ist der Spätsommer des Vorjahres ein guter Zeitpunkt. Dann lassen sich Teilfreigaben, vorgezogene Kapitel und Puffer noch gemeinsam planen. Wer erst im Januar anfragt, kann das Projekt meist noch retten, aber auf Kosten der Korrekturschleifen.
Das ist der Normalfall und kein Ausnahmezustand. Teile des Lageberichts liegen früh vor, das Zahlenwerk mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang kommt kurz vor Veröffentlichung. Wir planen von vornherein mit Tranchen, ziehen vor, was sich vorziehen lässt, und halten die Terminologie über alle Lieferungen hinweg zusammen.
Über eine projektbezogene Termbank mit freigegebenen Benennungen, über Translation Memories und Referenzdokumente sowie über eine automatisierte Prüfung, die nachträglich kontrolliert, ob die vorgeschriebenen Benennungen tatsächlich verwendet wurden. Offene Terminologiefragen klären wir zentral und setzen die Antwort anschließend in allen betroffenen Sprachen um.
Nein, und das ist Absicht. Vollständige Übereinstimmungen mit freigegebenen früheren Fassungen werden verbindlich übernommen, nicht neu erzeugt. Ähnliche frühere Segmente gehen als belegte Vorverwendung in den Prozess ein. Eine automatisierte Kontrolle prüft anschließend, ob ohne Grund von der verbindlichen Fassung abgewichen wurde. Bei regulierter Berichterstattung ist genau das entscheidend, weil der Wortlaut des Vorjahres abgestimmt und geprüft war.
Ja. Vorhandene Sprachressourcen prüfen wir vor Projektbeginn, bereinigen sie und weisen sie den betreffenden Sprachen zu. Neue freigegebene Übersetzungen können nach Abschluss in Ihre Ressourcen zurückgeführt werden, damit der nächste Zyklus darauf aufbaut. Zurückgeschrieben wird nur, was freigegeben wurde.
Sie werden nachgeführt. Nach einer Ausschusssitzung ändern sich Zahlen, nach der Rechtsprüfung Formulierungen, das gehört zum Ablauf. Wir führen einen definierten Änderungsstand, identifizieren die betroffenen Textstellen und aktualisieren gezielt die jeweiligen Sprachfassungen. Für die Phase kurz vor Drucklegung stimmen wir vorab ab, wie kurzfristige Änderungen laufen.
Ja. Wir richten den Workflow nach den Ausgangsformaten und dem späteren Publikationsprozess aus. Bei layoutrelevanten Formaten stimmen wir vorab ab, ob Sie nur die übersetzten Dateien, eine gesetzte Fassung oder zusätzlich einen sprachlichen Layoutcheck benötigen. Aufwendige PDF-Vorlagen bereiten wir vorab in ein bearbeitbares Format auf.
Ja. Deutsch und Englisch in der regulierten Berichterstattung ist unser eigenes Fachgebiet, das machen wir selbst. Für weitere Sprachen setzen wir Fachübersetzerinnen und Fachübersetzer aus unserem Netzwerk ein und prüfen deren Arbeit vor der Auslieferung. Für Sie bleibt es ein Projekt, ein Ansprechpartner, eine Rechnung.
Vertrauliche Unterlagen bearbeiten wir seit 1999, darunter für börsennotierte Unternehmen vor der Veröffentlichung. Übermittlung ausschließlich über gesicherte Kanäle, Verarbeitung in der EU, Vertraulichkeitsvereinbarungen mit allen Beteiligten einschließlich der eingesetzten Übersetzerinnen und Übersetzer, auf Wunsch eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO.
Senden Sie uns die verfügbaren Dateien, die gewünschten Zielsprachen, den geplanten Veröffentlichungstermin und vorhandene Referenzmaterialien. Wir analysieren Umfang, Wiederholungen, Sprachressourcen, Formate und Produktionsstufen und erstellen daraufhin ein transparentes, unverbindliches Angebot mit klar abgegrenztem Leistungsumfang.
Senden Sie uns die Ausgangsdateien, die gewünschten Sprachen und Ihren Termin. Wir prüfen den Bestand, benennen offene Punkte und melden uns mit einem realistischen Ablauf und einem unverbindlichen Angebot.
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